Das Prachtgebäude im Sezessionsstil, aus dem Jahr 1912, wird generalüberholt
Das Kurhotel Thermia Palace sowie das mit ihm verbundene Objekt Irma, für die balneologische Therapie, stellen ein herausragendes Bauwerk von einzigartiger Architektur am Höhepunkt der Sezession in der Slowakei dar. Das Hotel wird nach seiner komplexen Renovierung das erste Fünf-Sterne- Kurhotel in der Slowakei sein.
Die Generalüberholung des Komplexes ist seit mehreren Jahren geplant. Der Vorstand der SLK Piešťany AG, die der Hotelkette Danubius Hotels Group angehört, beschloss am 15. Dezember 2005 die komplexe Renovierung des Hotels Thermia Palace.
Das Slowakische Heilbad Piešťany AG und die österreichische AST Baugesellschaft mbH, vertreten durch die Tochterfirma AST Slovakia GmbH Bratislava, unterzeichneten am 1. Februar 2006 einen Vertrag über die Renovierung des im Sezessionsstil gebauten Hotels Thermia Palace sowie eines Teils des Kurhauses Irma, das die balneologische Therapie beherbergt. Die AST Baugesellschaft, mit Sitz in Graz, ist in insgesamt acht europäischen Ländern vertreten. Zu ihren Referenzen gehören der Bau und die Renovierung von bedeutenden Vier- und Fünf-Sterne-Hotels z.B. der Ketten Kempinski, Hilton oder Crowne Plaza. Die Wiedereröffnung des Hotels ist für den 20. Dezember dieses Jahres geplant.
Anfang des 20. Jh. investierte die Familie Winter in das Heilbad und unternahm alles um einheimische und ausländische Gäste zu gewinnen. In dieser Zeit unterbreitete Ľudovít Winter den Architekten Hegedüsch und Böhm einen Vorschlag und in zwei Jahren (1910 – 1912) wurden nach deren grandiosem Entwurf das Hotel sowie der Kurkomplex gebaut.
Das Thermia Palace und Irma dienten den Kurgästen nahezu 100 Jahre mit nur geringfügigen Renovierungen und Reparaturen. Nach seiner Eröffnung 1912, zu Zeiten der österreichisch-ungarischen Monarchie, bot das Hotel Luxus, Comfort sowie Hotel-, Kur- und medizinische Dienstleistungen von einem ungewöhnlich hohen Niveau. Während dieser Zeit besuchten es viele bedeutende Persönlichkeiten.
Das ursprüngliche Erscheinungsbild bleibt erhalten
Reparaturen an der Kunstverzierung des Interieurs sowie des Exterieurs werden von Restauratoren durchgeführt. Beide Objekte befinden sich unter der Aufsicht des Kreisdenkmalamtes und werden von Ing. Arch. Gabriela Kvetanová genauestens überwacht.
Im Objekt findet der Austausch der kompletten Gebäudeinstallation statt. Eingesetzt werden neue Fenster und Balkontüren mit Thermoisolierverglasung. Zu den Renovierungsarbeiten gehört u.a. die Erneuerung der kunstvoll gestalteten Fassade. Das Hotel wird voll klimatisiert. Die Arbeiten gehen voran, zurzeit finden die Abschlussarbeiten am Anbau des neuen Küchen- und Energiebereiches statt, gebaut wird auch ein neues Treppenhaus... In kurzer Zeit beginnen die Arbeiten an der Fassade, ein Baugerüst verdeckt die gesamte Baustelle.
Die Innenarchitektin Gina Zarski bereitet gleichzeitig ein Musterzimmer vor. Nach den Vorstellungen der österreichischen Designerin sollen einzelne Elemente und Interieurdetails an die Geschichte des Hotels und die Zeit in der dieses einzigartige Gebäude errichtet wurde, erinnern.
Das Hotel wird über 111 Luxuszimmer und Apartments, ein Restaurant, einen Salon, eine Cafeteria und so weiter.
Irma
Am 18. April übernahm das Bad Irma vorerst die Liefergesellschaft RAVING mbH, die schon zuvor mit der aufwendigen Renovierung des Schlammbades Irma beauftragt wurde. Die Renovierungsarbeiten am Objekt befinden sich auf ihrem Höhepunkt. Gleichzeitig arbeiten hier ebenfalls Restauratoren, an neu entdeckten, interessanten Elementen. In Irma ist der Bau eines neuen technischen Gebäudes, mit modernem Kesselraum und einer Schlammküche für die Zubereitung von Schlamm geplant.