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Das Heilbad Piešťany verdankt seinen Ruf vor allem einzigartigen Naturquellen von thermalem Mineralwasser, das einer Tiefe von 2000m entspringt und einige spezifische Verbindungen und die Energie des Erdmagmas emporbringt. Dieses Wasser ist gleichzeitig der Hauptfaktor bei der Bildung des einzigartigen örtlichen Produktes – des schwefelhaltigen Heilschlammes. Es handelt sich um ein ungewöhnliches Peloid, dessen Zusammensetzung das Ergebnis einer langfristigen Reaktion des Thermalwassers mit weichem, örtlichen Gestein und einer spezifischen, bakteriellen Mikroflora ist.

Das thermale Mineralwasser von Piešťany Es sind zehn Quellen mit einem Durchschnittsinhalt von 1.500 mg Mineralstoffen auf 1 l Mineralwasser. Das Wasser entspringt aus tektonischen Brüchen in einer Tiefe von ca. 2000m und sammelt sich in einer Tiefe von 60m, was seine konstante chemische Zusammensetzung und Temperatur garantiert. Die Temperatur der Quellen beträgt 67 bis 69 °C. Das Mineralwasser ist heiß, mittelmineralisiert, Sulfat- Hydrogen- Karbonat, Kalzium – Natrium, Schwefelwasser. Es wird hauptsächlich für Bäder, aber auch für Trinkkuren verwendet. Die wichtigste Komponente für die Therapie von Erkrankungen des Bewegungsapparates ist der hohe Inhalt von Schwefel (6 bis 10 mg / l), der im Wasser in verschiedenen Formen und chemischen Verbindungen vorkommt (Sulfate, Sulfite, Sulfide). Sehr wichtig ist auch der hohe Schwefelwasserstoffinhalt – im Durchschnitt 4,7 mg/l Wasser.

Der Schwefelschlamm von Piešťany Der Schwefelschlamm ist als Peloid ein Unikat nicht nur im europäischen Maßstab, sondern auf der ganzen Welt. Seine Grundsubstanz ist homogenisiertes Sediment, das in einem Nebenarm des Flusses Váh (Waag) entsteht, an Stellen aus denen die heutigen schwefelhaltigen Thermalquellen entspringen. Durch die Sättigung mit Mineralwasser, ohne Zugang von Luft, entsteht hier eine hervorragende Umgebung für sulfatreduzierende Bakterien, deren Metabolismus vom Vorhandensein des Schwefels abhängt. Der Schlamm hat eine ausgeprägte antifugale Wirkung. Für die balneologische Anwendung wird er mit Hilfe einer speziellen Technologie vorbereitet. Während dieser Vorbereitung, unterliegt er einem Reife- und Regenerierungsprozess mit zahlreichen biologischen und chemischen Reaktionen. Ausgereifter Schlamm hat eine butterähnliche schmierige Konsistenz, ist plastisch und wärmeleitend und im Vergleich mit Wasser kühlt er viermal langsamer ab und hat eine 350-mal höhere Viskosität. 
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