Multiple Sklerose und weitere demyelinisierende Erkrankungen im anfallsfreien Stadium
Multiple Sklerose zählt zur Gruppe der demyelinisierenden Erkrankungen, deren pathologisch-anatomische Grundlage die Entstehung von Krankheitsherden in der weißen Substanz des Gehirns, des Rückenmarks und des Kleinhirns bildet. Infolge dessen kommt es zum Zerfall der Nervenfaser umgebenden Myelinscheiden – der so genannten Demyelinisierung.
Charakteristisch sind Störungen der Augenbewegung koordinierenden Nerven, der Beweglichkeit der Gliedmaßen – spastische Lähmungen, Sensibilitäts- und Koordinationsstörungen, Veränderungen des Ganges, Zittern der Gliedmaßen, Störungen beim Wasserlassen und psychische Symptome.
Einfluss der Kurtherapie:
Empfehlenswert sind isothermale Bäder, zielgerichtete Physiotherapie mit Techniken zur Senkung der Spastizität, Atemgymnastik, Übungen zur Verbesserung bzw. Haltung von Bewegunsstereotypen, galvanische Therapie, Hydromassage-Wannen und klassische Massagen zur Verbesserung der Ernährung der Muskulatur